Könnten Sie bitte mal mit anfassen?

2. Dezember 2011 – 11:16

Wären Ruinen-Aktien für Pompeji besser als Staatsanleihen? Italiens Politiker planen jetzt eine Privatisierung der Ausgrabungen nahe dem Vesuv bei Neapel.

Durch die antiken Spurrillen toben Sturzbäche, kaum überragt von den glitschigen Trittsteinen. Für Touristen sind die Regenfälle im Herbst unbequem. Für die altrömischen Ruinen von Pompeji sind sie ein Desaster: Der Ascheboden saugt sich voll und drückt Mauern ein. Mit Gittern hat der Zivilschutz ganze Straßenzüge abgeriegelt. Der Stadt, die im Jahr 79 nach Christus von einem Ausbruch des Vulkans Vesuv zerstört, zugleich aber konserviert wurde, droht ein zweiter Untergang. Wie soll man 1.500 unbewohnte Gebäude gegen Wasser und Wetter schützen?

Am 6. November war ganz Pompeji “geschlossen wegen Regen”. Vielleicht war das aber nur eine Finte der Altertumsverwaltung.

Quelle: MARTIN EBNER in der TAZ

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